„Mit Abstand“ die weltweit schnellste SAP S/4HANA-Migration

06. August 2020

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen sowie im Projektbau.

Mit rund 6.500 Mitarbeitenden erwirtschaftet AGRAVIS einen Jahresumsatz von 6,5 Mrd. Euro und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig.

Am letzten Wochenende im Juni 2020 fand unter der Federführung von consenso bei AGRAVIS die Migration auf SAP S/4HANA statt. Nach einer Projektlaufzeit von nur sechs Monaten – davon mehr als die Hälfte der Zeit unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie!

In einem mutigen Schritt beschloss AGRAVIS schon mit Beginn der Corona-Beschränkungen, das Projekt wie geplant weiterzuführen - ohne eine Pause während der langen Lockdown-Phase ab Mitte März einzulegen.

Alle Aktivitäten ab diesem Zeitpunkt inkl. des abschließenden Go-live fanden komplett remote statt. Projekttätigkeiten wurden – sowohl kundenseitig als auch bei der consenso als SAP-Implementierungspartner der AGRAVIS – im Homeoffice ausgeführt, Meetings und Workshops fanden als Videokonferenz statt. Eine besondere Herausforderung für die „Social Skills“ aller Beteiligten, die mit Bravour gemeistert werden konnte.

Alle im Vorfeld durchzuführenden Tätigkeiten wie bespielsweise die Umstellung auf den Geschäftspartner wurden bereits auf der Non-S/4HANA-Systemschiene umgesetzt und produktiv gesetzt. Parallel hierzu traf das Projektteam sämtliche Vorbereitungen zur Durchführung des Readiness Checks, sodass im Anschluss die Ergebnisse hieraus bewertet und relevante Einstellungen im System auch direkt vorgenommen werden konnten.

Die Anpassung aller kundeneigenen Entwicklungsobjekte, die unter S/4HANA nicht mehr funktionsfähig wären, zählte bei der Umstellung zu den größten Herausforderungen. Um das Tagesgeschäft nicht zu beeinflussen, wurde das Entwicklungssystem auf ein neues Projektsystem kopiert und hier das S/4HANA-Upgrade durchgeführt. Anschließend fand die Analyse und Bewertung der Entwicklungsobjekte mit dem ABAP Test Cockpit (ATC) statt. Sämtliche Anpassungen der Kundenentwicklungsobjekte wurden von den Beteiligten im neuen System durchgeführt und für die spätere Livesetzung in Sammeltransporten gebündelt. Parallel wurden alle erforderlichen Änderungen aus der Produktivschiene über Transporte in das Projektsystem übernommen. Objekte, die aufgrund der S/4HANA-Umstellung in den gebündelten Transporten gesperrt waren, wurden manuell übernommen. Damit die Umstellung der kundeneigenen Entwicklungsobjekte auf S/4HANA sichergestellt werden konnte, wurden regelmäßige S/4HANA-Readiness Checks durchgeführt.

Das Projekt beinhaltete nicht nur den Wechsel auf ein S/4HANA-System, sondern auch den Umzug aller Systeme in die SAP HEC. In Summe gab es vier Testläufe bis zur Umstellung des Produktivsystems (hier waren auch der Umzug sowie die Umstellung des Entwicklungs- und Testsystems enthalten) inkl. Fachbereichstests. So konnten Referenzzeiten ermittelt und gleichzeitig sichergestellt werden, dass alle Prozesse und Kundenentwicklungen auch in Zukunft fehlerfrei unter S/4HANA funktionieren.

Am Go-live-Wochenende war die gesamte Umstellung inkl. des Umzugs in nur 48 Stunden abgeschlossen - „mit Abstand“ die weltweit schnellste SAP S/4HANA-Migration. Auch in den Folgetagen traten keine größeren Probleme auf, sodass alle Prozesse unter S/4HANA bis heute reibungslos funktionieren.

Foto: AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster

 

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